Johannes Brahms - berühmter Komponist aus Hamburg
Es ist hier ein junger Mann erschienen, der uns mit seiner wunderbaren Musik auf das allertiefste ergriffen hat und wie ich überzeugt bin, die größte Bewegung in der musikalischen Welt hervorrufen wird.
(R. Schumann in einem Brief an den Verlag Breitkopf und Härtel. 1853)

Johannes Brahms
1833-1897
| 1833 | Johannes Brahms wird in Hamburg am 7. Mai geboren |
| 1840 | Klavierunterricht bei O. Cossel. Daneben seit 1839 Schulbesuch. Bald begleitet das Kind Brahms seinen Vater, wenn er in Kneipen zum Tanz oder zur Unterhaltung aufspielt. |
| 1843 | Erstes öffentliches Auftreten als Pianist. Das „Wunderkind“ Brahms wird zu einer Amerika-Tournee aufgefordert. Der Lehrer Cossel kann diese Reise verhindern; Brahms kommt zu dem berühmten Lehrer E. Marxsen. |
| 1848/49 | Erstes Auftreten in Konzerten. Brahms spielt erstmals ein eigenes Stück: Phantasie über einen beliebten Walzer. |
| 1853 | Reise mit E. Reményi. Brahms lernt in Hannover den Geiger Joseph Joachim kennen, in Weimar Franz Liszt und in Düsseldorf Robert und Clara Schumann. |
| 1854 | Robert Schumann stürzt sich von einer Brücke in den Rhein, er wird in eine Heilanstalt gebracht. Brahms´ Neigung zu Clara Schumann entwickelt sich zur Leidenschaft. |
| 1855 | Rheinreise mit Clara Schumann. Konzertreise nach Danzig. |
| 1856 | Robert Schumann stirbt am 29. Juli. Brahms trennt sich von Clara Schumann und Düsseldorf. |
| 1857 | Brahms in Detmold. Erste Erfahrung als Chordirigent. |
| 1858 | Brahms lernt in Göttingen Agathe von Siebold kennen. Es kommt zur Verlobung, aber Brahms entzieht sich der Bindung. |
| 1859 | Das erste Klavierkonzert op. 15 wird fertig und fällt in Leipzig durch. |
| In Hamburg gründet Brahms einen Frauenchor. | |
| 1860 | Manifest gegen die „Neudeutschen“ um Liszt. |
| 1861 | Brahms lebt im Hamburger Vorort Hamm, er schreibt Händel-Variationen op. 24. |
| 1862 | Erste Reise nach Wien. Die Anstellung, auf die er in Hamburg hoffte, die Leitung der Hamburger Philharmonischen Konzerte, wird ihm nicht übertragen. |
| 1863 | Brahms wird zum Leiter der Wiener Singakademie berufen und nimmt an. |
| 1864 | Rücktritt als Chormeister der Singakademie. |
| 1865 | Brahms´ Mutter stirbt. Ein Jahr darauf heiratet der Vater zum zweiten Mal. Brahms hat zu seiner Stiefmutter, für die er später rührend sorgt, spontan ein gutes Verhältnis. |
| 1868 | Uraufführung des Deutschen Requiem in Bremen. Veröffentlichung der Ungarischen Tänze. |
| 1872 | Brahms erhält die Leitung des Wiener Singvereins. Er bezieht die Wohnung Karlsgasse 4. In diesem Jahr stirbt der Vater. |
| 1874 | Sommeraufenthalt in Rüschlikon bei Zürich. In Leipzig beginnt die Freundschaft zu Elisabeth und Heinrich von Herzogenberg. |
| 1875 | Rücktritt von der Leitung des Wiener Singvereins. |
| 1881 | Brahms beendet das zweite Klavierkonzert op. 83. Hans von Bülow bringt es mit seinem Meininger Meisterorchester zu Uraufführung. |
| 1886 | Brahms wird Ehrenpräsident des Wiener Tonkünstlervereins. Er schreibt Cello- und Violinsonaten und das Doppelkonzert für Violine und Cello op. 102. |
| 1889 | Ehrenbürgerschaft in Hamburg. |
| 1893 | Letzte Reise nach Italien und letzter Aufenthalt in Ischl. |
| 1895 | Brahms-Fest in Meiningen. Andere Städte folgen dem Beispiel. |
| 1896 | Clara Schumann stirbt am 20. Mai. Brahms beendet die Komposition der Vier ernsten Gesänge op. 121. |
| 1897 | Brahms stirbt am 3. April. Er wird auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben. |
„In meinen Tönen spreche ich.“ | Ich lege all mein Geld in Büchern an, Bücher sind meine höchste Lust. In der Zeit, in der ich am liebsten geheiratet hätte, wurden meine Sachen in den Konzertsälen ausgepfiffen oder wenigstens mit eisiger Kälte aufgenommen. Das konnte ich nun sehr gut ertragen, denn ich wusste genau, was sie wert waren und wie sich das Blatt schon noch wenden würde… Ich bin gewohnt, freundschaftliche Verhältnisse sehr ernst zu nehmen, und ich weiß, was es heißt und wie schwer es ist, ein so inniges Verhältnis überhaupt und ungetrübt zu erhalten. (1876) Clara, liebe Clara, endlich heute ein Brief von Ihnen, ich habe lange darauf gehofft. Ich werde immer freudiger und ruhiger in meiner Liebe zu Ihnen, ich entbehre Sie jedes Mal mehr, aber ich sehne mich fast freudig nach Ihnen, es ist einmal so, und ich kannte das Gefühl schon einmal, und nie war ich so warm. (1855) Ruhig in der Freude und ruhig im Schmerz und Kummer ist der schöne, wahrhafte Mensch. Leidenschaften müssen bald vergehen, oder man muss sie vertreiben. (1857) E. A. F. - „Einsam aber frei“ |
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